Ich habe drei Kinder. Jedes Jahr im November fangen sie an zu fragen: „Wann gibt es den Adventskalender?“ Und jedes Jahr stehe ich im Geschäft und denke: 24 TĂĽten fĂĽr 25 Euro? Das kann ich selber. Dieses Jahr habe ich es wirklich gemacht — und es war einfacher, als ich dachte.
Hier sind drei Varianten, von „einfach“ bis „etwas aufwendiger“, aber alle machbar in einem Wochenende.
Variante 1: Der PapiertĂĽten-Kalender (einfachste)
24 braune Papiertüten, eine Schnur, 24 Wäscheklammern, und eine Kette oder ein Band zum Aufhängen. Die Tüten beschriften oder mit Stempeln verzieren, kleine Geschenke rein, aufhängen. Fertig.
Was drin war: Selbstgebackene Plätzchen, kleine Sticker, ein Mini-Puzzle, ein Gutschein fĂĽr „Papa macht FrĂĽhstĂĽck“, eine Tafel Schokolade, ein kleines Buch. Nichts Teures, aber alles mit Bedacht gewählt.
Kosten: ca. 15€ für Tüten, Deko und Inhalt. Zeit: 2 Stunden.
Variante 2: Der Stoffbeutel-Kalender (haltbarer)
24 kleine Stoffbeutel (ich habe sie selbst genäht, aber es gibt sie auch fertig zu kaufen), eine Holzleiste, Haken, und Zahlen aus Filz. Die Beutel kann man jedes Jahr wiederverwenden — das macht den Kalender nachhaltiger und persönlicher.
Die Beutel habe ich mit den Initialen der Kinder bestickt. Das war der aufwendigste Teil, aber es hat sich gelohnt. Sie erkennen ihren Beutel sofort, und das macht den Morgen spannender.
Kosten: ca. 35€ für Beutel, Leiste und Inhalt. Zeit: 4 Stunden (mit Nähen).
Variante 3: Der Upcycling-Kalender (kreativste)
Alles, was im Haus ist: Ein altes Weinregal, 24 Gläser oder Dosen, etwas Farbe, und Phantasie. Ich habe ein Weinregal lackiert, 24 Gläser mit Zahlen bemalt, und sie reingestellt. Es sieht aus wie aus einem Concept Store, kostet aber fast nichts.
Der Trick: Nicht perfekt sein wollen. Die Gläser sind unterschiedlich groß, die Zahlen sind nicht alle gleich — aber das ist der Charme. Perfektion ist langweilig.
Kosten: ca. 20€ für Farbe und Inhalt. Zeit: 3 Stunden.
Mein Fazit
Der Papiertüten-Kalender ist der schnellste, der Stoffbeutel-Kalender der schönste, und der Upcycling-Kalender der nachhaltigste. Alle drei sind besser als der gekaufte, weil sie zeigen: Ich habe mir Zeit genommen. Und das ist es, was Adventskalender eigentlich sein sollten.